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Fri 22 May 2009 |
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So stehen in Sachsen und überall in Deutschland 31 Parteien auf den landesspezifischen Stimmzetteln, die 21 cm breit und 94 cm lang sind. Es gibt 31 Bewerber aus Sachsen von zwölf Parteien und politischen Vereinigungen, die für das Europaparlament kandidieren. Von diesen haben neun Bewerber ihren Wohnsitz in Leipzig. Da aber nur jeweils die ersten zehn Bewerber für eine Partei auf dem Stimmzettel stehen, findet man nur vier Leipziger mit einem Listenplatz von höchstens 10 auf dem sächsischen Stimmzettel der Europawahl. Was dann auch heißt: Mancher, der nicht drauf steht, hat zuweilen bessere Chancen als einer, der draufsteht. So findet man zwar den bisherigen Landtagsabgeordneten Volker Schimpff bei der CDU auf Listenplatz 8. Aber da es die sächsische Landesliste ist, sind seine Chancen, nach Brüssel zu wechseln, eher bescheiden. Sollte die CDU bei der Europawahl auf 35 Prozent kommen, wäre im Grunde nur die Nummer 1 auf der sächsischen Liste sicher im
EU
-Parlament: Das wäre der Leipziger CDU-Vorsitzende Hermann Winkler, der nur leider nicht in Leipzig wohnt, sondern in Grimma. Sollte die Sachsen-CDU deutlich besser abschneiden als andere Landesverbände, wäre auch die Nr. 2, Peter Jahr aus Lunzenau, noch drin. Und ganz minimale Chancen hat auch noch Brigitte Wenzel-Perillo aus Kitzen. Bei den Bundeslisten ist das Rechnen etwas einfacher. Da entspricht die Listenplatzierung in etwa dem Wahlergebnis, das die jeweilige Partei bundesweit einfahren müsste, damit der Kandidat ins EU-Parlament einziehen kann. Sollte die Linkspartei also über 18 Prozent schaffen bundesweit, dann hätte der Leipziger Dr. Keith Barlow eine Chance, der auch noch als Besonderheit mitbringt: Er ist britischer Staatsbürger. Sollte Thomas Kachel, der für Die Linke auf Listenplatz 28 kandidiert, den Sprung schaffen, wäre das nicht nur eine Sensation, sondern eine Revolution. Deutlich aussichtsreicher ist die Kandidatur von Constanze Krehl für die SPD auf Listenplatz 22. Da müssten schon ein paar Herren in Berlin noch kurzfristig kräftig Bockmist bauen, um die langjährige Europaarbeit der Leipzigerin zu beenden. Schwerer wird es die Europaabgeordnete Gisela Kallenbach haben, die für die Grünen auf Listenplatz 17 kandidiert: Da zählt wirklich jede Stimme. Während es für den Europaabgeordneten Holger Krahmer (FDP) auf Listenplatz 7 im Grunde recht sicher wieder nach Brüssel geht. Die anderen Leipziger treten für Parteien an, die schon kleine Wunder vollbringen müssen, um ihre hiesigen Kandidaten ins EU-Parlament zu bringen. Für die Republikaner kandidiert der Einzelhandelskaufmann Toralf Grau auf Listenplatz 10. Und für die BüSo (Bürgerrechtsbewegung Solidarität) treten Karsten Werner auf Listenplatz 7 und Xenia Biereichelt auf Listenplatz 13 an. Lesbar auf dem Stimmzettel stehen dann freilich nur vier der Leipziger Bewerber: Volker Schimpff, Holger Krahmer, Toralf Grau und Karsten Werner. |
| Last Updated on Friday, 22 May 2009 09:32 |
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