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Europeana: Mit der Maus zur Mona Lisa PDF Drucken E-Mail
BrüsselNews
Geschrieben von: Ingo Neumayer   
Freitag, den 21. November 2008 um 10:21 Uhr

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Europeana
Die Gutenberg-Bibel und "Les Misérables", Bilder von da Vinci und Picasso, slowenische Volkslieder und Arien von Maria Callas - die digitale Bibliothek Europeana, die am Donnerstag (20.11.08) online ging, will das europäische Kulturerbe im Internet zugänglich machen.

Wer die Magna Carta sehen will, musste bisher einiges auf sich nehmen: Nach London reisen, zum Britischen Museum fahren, sich dort in die traditionell ellenlange Schlange einreihen, um dann einen sekundenkurzen Blick durch Panzerglas und an grimmigen Wärtern vorbei auf das knapp 800 Jahre alte englische Dokument zu werfen. Doch nun haben es geschichtlich und kulturell Interessierte mit Internetanschluss leichter. Denn am Donnerstag (20.11.08) öffnete Europeana ihre Pforten. Die von der EU initiierte Online-Bibliothek hält für den User kostenlos zwei Millionen Bücher, Gemälde, Lieder, Fotos und Filme bereit. Die Spannbreite reicht von Leonardo da Vincis "Mona Lisa" bis zu Chansons von Jacques Brel. Und auch die Magna Carta gibt es zu sehen. Und im Gegensatz zur Version im Britischen Museum darf im Internet jeder darin blättern.

EU investiert 120 Millionen Euro

EU-Medienkommissarin Viviane Reding hält große Stücke auf das Projekt, das nach über dreijähriger Planung und Entwicklung nun das Licht der Internet-Welt erblickt: "Ich bin fest davon überzeugt, dass Europeana das Potenzial hat, zur digitalen Version der Bibliothek von Alexandria zu werden", sagte sie zu WDR.de. Bis 2010 soll der Bestand von zwei auf zehn Millionen Exponate wachsen. Das lässt sich die EU einiges kosten: Knapp 120 Millionen Euro sollen bis dahin bereit gestellt werden, um die europäischen Kulturschätze zu digitalisieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 23. November 2008 um 09:05 Uhr
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